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FG Entwurf & Betrieb Maritimer SystemeSIOF

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SIOF – Spülverfahren zur Installation von Offshore Fundamenten

Prinzipdarstellung des Spülverfahrens
Lupe

Derzeit existiert kein Installationsverfahren für Offshore-Windenergieanlagen (OWEA) welches die deutschen Schallemissonsgrenzwerte des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zuverlässig einhält. Daher haben Umweltschutzverbände und die Energiewirtschaft ein großes Interesse an alternativen Installationsverfahren zum konventionellen Einrammen von Stahl-Pfahlgründungen.
Neben dem Ziel die festgelegten Schallgrenzwerte einzuhalten, wird im Rahmen des Forschungsprojektes SIOF eine kostengünstigere Installationsmöglichkeit untersucht. Anstelle der Verwendung des unter sehr hohem Energieaufwand hergestellten Stahls, kann kostengünstiger Beton verwendet werden.
Kernpunkt des hier vorgestellten neuen Verfahrens ist die Installation eines OffWEA-Fundaments im Meeresboden durch gezieltes Spülen und gleichzeitiges Abpumpen des Sediments. Da der Meeresboden durch unkontrolliertes Wegspülen des Sediments aufweicht und somit seine Stützwirkung verlieren würde, wird der aufgespülte Grund an der Stirnfläche abgesaugt. Durch eine Spülschürze wird das Sediment außen geschützt, da es hauptsächlich zur Stützwirkung beiträgt. Das abgesaugte Wasser-Sediment-Gemisch wird durch eine Separator-Technik getrennt und kann als zusätzlich stabilisierende Masse im Fundament umweltfreundlich gelagert werden. Das SIOF – Verfahren wird im Rahmen des Projektes experimentell getestet. Verschiedene funktionsfähige Prototypen werden hergestellt und in Modellversuchen im Tiefwassertank der TU-Berlin in Sandboden eingespült. Der erfolgreiche Abschluss der Versuche bekräftigt die Anwendbarkeit des Verfahrens und liefert weitere Argumente für Kooperationen mit zukünftigen Partnern.

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