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BABS – Benthales Abfallbeseitigungssystem

 


BABS-Crawler
Lupe [1]

Plastik in der Umwelt ist ein global bekanntes und immer gravierender werdendes Problem. Insbesondere die Agglomeration von Plastikmüll in den Weltmeeren rückt immer mehr in den öffentlichen Fokus, da dieser nicht nur die Umwelt schädigt, sondern auch in die Nahrungskette gelangt und die Folgen nur schwer abzuschätzen sind.

Aktuelle Projekte konzentrieren sich vornehmlich auf das Plastik an der Meeresoberfläche. Verschiedene Studien besagen jedoch, dass sich der Großteil des Mülls in der Wassersäule und schlussendlich am Meeresgrund befindet.

Um auch diesen am Meeresboden befindlichen Müll aufzunehmen, stellt das Projekt BABS - Benthales Abfallbeseitigungssystem - den nächsten, logischen Entwicklungsschritt dar.

Die Vision

Die Vision ist ein System, das die Aufnahme von Plastikmüll vom Meeresboden über das Internet für private User ermöglicht.

Systembeschreibung

Herzstück des BABS ist ein schwebender Roboter. Er ist mit einer Greifer-/Saugerkombination ausgestattet um den Plastikmüll adäquat aufnehmen zu können. Weiter verfügt er über Kameras zur optischen Orientierung, eine Strömungsausgleichsregelung zur verbesserten Manövrierbarkeit, eine Abstandssensorik zur Verhinderung von Kollisionen und diverser weiterer Sensoren zur Sammlung von Daten in Bezug auf die Wassereigenschaften.

Verbunden ist das BABS mit einem autarken Oberflächenfahrzeug, welches zur Energieversorgung durch  regenerative Systeme (z.B. Solar- oder Brennstoffzelle) und als Ortungs- und Kommunikationssystem dient.

Das Verleihsystem

Durch eine Internetplattform und per App soll engagierten Freiwilligen die Möglichkeit gegeben werden den Roboter, bequem von zu Hause aus, zu steuern und so die Meere zu säubern.

Nach der verifizierten Anmeldung im BABS-Portal durchlaufen Nutzer ein Tutorial welches den sachgerechten Umgang vermittelt und Sicherheit in der Steuerung des Roboters gibt.

Jetzt ist es möglich sich im Portal ein BABS „auszuleihen“ und, beeindruckt durch aufregende Unterwasserimpressionen, den Meeresboden aufzuräumen.

Dieses geschieht zunächst in übersichtlichen Meeresregionen. Erfahrenen Nutzern wird später das Arbeiten in ökologisch sensiblen Regionen gewährt.

Wissenschaftliche Nutzung

Zur Effektivitätssteigerung werden die für die Wissenschaft wichtigen Daten über Wassertemperatur, Wassertiefe, Salzgehalt und Strömungen gespeichert und zur Auswertung bereit gestellt.

Das aufgenommene Videomaterial dient zur Dokumentation von Flora und Fauna, sowie einer Bestandsaufnahme der bisher vage bekannten Müllmengen auf dem Meeresboden.

Aktuelle Entwicklung eines Versuchsgerätes im Modellmaßstab

Derzeit entsteht ein exemplarisches Modell in Form eines Crawlers zur Erprobung der Teilsysteme des BABS.

Im Rahmen dieser Konzeptionierung werden die Anforderungen und mögliche Umsetzungsmöglichkeiten für alle Systembestandteile ermittelt und soweit für die Erprobung notwendig umgesetzt.

Den Schwerpunkt bildet die Entwicklung des BABS-Roboters in Form eines modular aufgebauten Kettenfahrzeuges (ca. 70 cm lang).

Die Herausforderungen des Projekts sind das komplexe Zusammenspiel der Einzeldisziplinen Konstruktion, Elektronik und Programmierung im höchst anspruchsvollen Einsatzgebiet unter Wasser. Die erfolgreiche Erprobung des Mini-Roboters im offenen Gewässer stellt den Abschluss dieser Versuchsphase dar.

Projektziel

Das Projekt soll einerseits eine breite Öffentlichkeit für das Thema Müll in den Meeren, insbesondere auf dem Meeresboden, sensibilisieren und andererseits einen ersten notwendigen Schritt zur Lösung dieses Problems ermöglichen.

Dipl.-Ing. Sebastian Ritz
+49 30 314-79860
Geb. SG 1
Raum 501
E-Mail-Anfrage [2]

Info.TU.BABS@gmail.com [3]

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